Bootstausch gefällig? Lemke und Zeidler eröffnen Q&A-Sessions

Ask the Athletes: Der Name ist Programm. In den neuen monatlichen Q&A-Sessions auf den Social-Media-Kanälen der European Championships Munich 2022 stehen Athletinnen und Athleten live Rede und Antwort. Den Auftakt machten am Dienstagabend die beiden Class of 22-Mitglieder Max Lemke und Olli Zeidler.

Während sich Zeidler in München auf den kommenden Ruder-Weltcup vorbereitet, schaltete sich Lemke kurz vor den Europameisterschaften im Kanu-Rennsport aus Posen (POL) zu. An sportlichen Themen mangelte es nicht – für beide stehen die letzten Härtetests vor den Olympischen Spielen an. Der Countdown läuft.

Auf internationaler Bühne haben sich beide einen Namen gemacht und zählen in Tokio zu den deutschen Medaillenhoffnungen. Doch wie gestaltet sich die Vorbereitung auf einen Wettkampf? Wie sieht das Trainingspensum aus? Was müssen ein guter Ruderer und Kanute mitbringen? Und, würden sie im Boot des anderen eine gute Figur machen?

„Ich denke eigentlich, dass das Sitzen in einem Ruderboot ein bisschen einfacher ist, weil es breiter ist und man mehr Stabilität durch die Ruder hat“, so Lemke. „In einem Kajak zu sitzen ist viel schwieriger, weil wir das Paddel nicht im Wasser haben. Man muss alles aus der Körpermitte heraus stabilisieren.“

Herausforderung angenommen?

Zeidler stimmte zu, dass sein Class of 22-Kamerad die Nase vorn hätte und fügte mit einem Lächeln an: „Ich denke, es würde kein sehr hochklassiges Rennen werden, wenn wir die Boote tauschen.“

Der Showdown wäre vielleicht nicht hochklassig, aber unterhaltsam allemal – und eventuell bald Wirklichkeit? Lemke wäre bei dem Experiment sofort dabei: „Wir können es ja mal probieren, wenn wir beide in München sind. Das wäre bestimmt lustig.“

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Auch abseits des Wassers gewährten die beiden Profis interessante Einblicke, Kaffeeleidenschaft und Essgewohnheiten inklusive. Der obligatorische Ausblick auf die Heim-EM durfte ebenfalls nicht fehlen – für Zeidler kein Event wie jedes andere: „Für mich ist es ein ganz besonderes Ereignis, denn 1972 gewann mein Großvater auf dieser Strecke olympisches Gold. Das wird meine erste internationale Regatta in München – meinem persönlichen Wohnzimmer, wie ich es nenne. Mein Ziel ist es auf jeden Fall, wie mein Großvater die Goldmedaille zu gewinnen und dann den Kreis zu schließen.“

Von K4 zu K1

Die Erwartungen lauten bei Lemke nicht weniger ambitioniert. „Ich fahre derzeit im K4 für die Olympischen Spiele dieses Jahr. Ich versuche nächstes Jahr in die K1 einzusteigen, also hoffe ich, in München eine Medaille im K1 zu holen“, erklärte der 24-Jährige. „Es liegt viel Training vor uns, aber ich freue mich auch, dass wir endlich wieder ein großes internationales Sportereignis in Deutschland haben. Ich finde es cool, zu Hause zu sein und all unsere Freunde und Familie wahrscheinlich dort in München zu haben. Ich freue mich sehr auf die Atmosphäre dort im Allgemeinen.“

Der Vorfreude werden sich alle Fans anschließen und den beiden Goldjungen kräftig die Daumen drücken.

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