Europas Kletter-Stars starten ihre Saison

Veröffentlicht am 9. Mai 2022

Die zweite Station der Weltcup-Serie des internationalen Kletterverbands IFSC fand in diesem Jahr in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul statt. Zum ersten Mal seit Oktober 2019 wurde somit wieder ein Weltcup auf asiatischem Boden ausgetragen. Stolze 210 Athletinnen und Athleten waren angereist, um sich wichtige Platzierungen im Speed oder Bouldern zu sichern.

Vor einer spektakulären Kulisse von drei künstlich angelegten Wasserfällen wärmten sich 74 Kletterinnen und Kletterer für den ersten großen Speed-Wettbewerb des Jahres auf, darunter 39 Männer und 35 Frauen. Währenddessen stellten sich 62 Männer und 65 Frauen den Boulder-Problemen.

Speed - Mirosław pulverisiert eigenen Weltrekord

Schon nach der Qualifikation hatte sich für Aleksandra Mirosław die Reise von Polen nach Südkorea gelohnt. Denn die Speed-Spezialistin pulverisierte ihren bei den Olympischen Spielen in Tokio aufgestellten Weltrekord. Die neue Duftmarke liegt mit 6,64 Sekunden exakt zwei Zehntel unter der bisherigen Bestzeit. Im Exklusivinterview erzählte uns die Polin schon im Februar, dass sie ihren eigenen Weltrekord dieses Jahr brechen wolle: „Vielleicht in München. Die Europameisterschaften in München werden mein Hauptstart sein. Wahrscheinlich wird es der beste Wettkampf für mich in diesem Jahr.” Das ganze Interview, mehr zu ihrer Beta und ihren Zielen für diese Saison gibt es hier.

Im Finale ließ sich Mirosław den Titel nicht mehr nehmen, zum sechsten Mal in ihrer Karriere gewann sie somit bei einem IFSC-Weltcup. Die 28-Jährige setzte sich im letzten Rennen mit der beeindruckenden Zeit von 6,72 Sekunden - welche am Vortag ebenfalls noch einen Weltrekord bedeutet hätte - gegen Emma Hunt aus den USA durch.

Ihre Landsfrau Aleksandra Kałucka wurde Dritte und schlug Franziska Ritter aus Deutschland im Rennen um Bronze.

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Boulder - Mit Flash zu Gold

Die Französin Oriane Bertone legte nach ihrem grandiosen Halbfinale nach und errang im Boulder-Finale den zweiten Platz. Die 17-Jährige scheiterte nur knapp beim dritten Boulder, als sie wenige Zentimeter vor dem Top abrutschte. Ihr Endergebnis waren somit drei Tops und vier Zonen, was sich später als ausschlaggebend herausstellte. Zufrieden war die junge Athletin dennoch mit der dritten Weltcup-Medaille ihrer Karriere.

Die US-Damen Natalia Grossman (vier Tops, vier Zonen) und Brooke Raboutou (drei Tops, drei Zonen) komplettierten das Podium. Grossmann krönte eine fantastische Leistung mit einem Flash bei Problem Nummer vier, wobei sie alle 13 Boulder-Probleme von Qualifikation, Halbfinale und Finale souverän lösen konnte.

Mit zwei Tops und vier Zonen reichte es für die Serbin Staša Gejo nur für den vierten Platz. Camilla Moroni aus Italien wurde Fünfte mit einem Top und zwei Zonen.

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Die Olympiasiegerin und Weltcup-Rekordhalterin Janja Garnbret war in Seoul nicht anwesend. Nach ihrem emotionalen Erfolg beim ersten Weltcup der Saison in Meiringen (Schweiz) hat sich die Slowenin entschieden, vorerst nicht bei weiteren Weltcups anzutreten.

Auch Adam Ondra war in Südkorea nicht anzutreffen. Dafür trat der Tscheche wenige Tage zuvor beim Europacup in Prag an und ergatterte dort die Goldmedaille. Der einzige nicht-japanische Finalist in Seoul – der Franzose Paul Jenft – belegte den vierten Platz (zwei Tops, vier Zonen). Sowohl Tomoa Narasaki als auch Kokoro Fujii toppten alle vier Boulder. Fujii gewann jedoch aufgrund seiner niedrigeren Versuchsanzahl gegen seinen Landsmann.

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