Pascal Ackermann hat München 2022 als „Riesenziel“ fest im Blick

Veröffentlicht am 18. Mai 2022

Die deutsche Goldmedaillenhoffnung Pascal Ackermann liebäugelt mit einer Rückkehr bei den European Championships Munich 2022 und verkündet: „Ich will das Europameister-Trikot.“

2019 fuhr Ackermann für das Team Bora-Hansgrohe zwei Etappensiege beim Giro d'Italia ein und gewann damit als erster deutscher Fahrer die Punktewertung der renommierten italienischen Grand Tour. 

Nach fünf Jahren bei Bora-Hansgrohe unterschrieb Ackermann in dieser Saison einen Zweijahresvertrag beim Team UAE Emirates.

Ackermann hat keine Rennen mehr bestritten, seit er sich am Vorabend des berühmten Rennens Paris-Roubaix im April einen Haarriss im Steißbein zugezogen hat. Doch der 28-Jährige will sich nicht unterkriegen lassen und erklärte gegenüber dem Tour Magazin: „Ich denke, ich werde schneller zurück sein als die meisten denken.“

Und Ackermann hat ein erfolgreiches Comeback vor den deutschen Fans bei den European Championships Munich 2022 fest im Visier.

„Für mich persönlich ist es ein Riesenziel“, sagte Ackermann. „Ich denke, dass ich bis dahin in einer so guten Form bin, dass sie (der Bund Deutscher Radfahrer; Anm. d. Red.) nicht an mir vorbeikommen. Es gibt zwar noch mehr Sprinter in Deutschland. Aber wenn ich nicht der Stärkste in Deutschland bin, dann würde ich eh nicht um den Titel mitfahren.“

„Ich will unbedingt bis zur Europameisterschaft und bei der Vuelta richtig fit sein. Ich muss das Positive rausziehen und mir sagen, dass der Sturz für die restliche Saison ganz gut war.“

Beim Straßenrennen der Männer am Sonntag, den 14. August, erwartet die Radsportfans bayerische Postkartenidylle: Die malerische Seen- und Berglandschaft rund um Murnau a. Staffelsee dient als malerische Kulisse für das mit Spannung erwartete Rennen mit Zieleinlauf in München.

Und München 2022 hat für Ackermann einen besonderen Reiz, zumal er nach eigener Aussage eine Rechnung zu begleichen hat.

„Erstmal, dass es eine Heim-Europameisterschaft ist. Außerdem habe ich mit der EM noch ein Hühnchen zu rupfen - ich war dort schon zweimal Dritter (2019 in Alkmaar und 2020 in Plouay; Anm. d. Red.). Ich will unbedingt dieses Trikot.“

Ackermann freut sich auf das Rennen und ist zuversichtlich, dass er den Heimvorteil nutzen kann: „Ich denke, dass der Kurs perfekt für mich ist - am Anfang ein paar Berge, gegen Ende wird’s flacher.“

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