Allgemeine Geschäftsbedingungen



für den Erwerb von Tickets für und den Zutritt zu Veranstaltungen

der Olympiapark München GmbH

(„ATGB“)1

 

1. Geltungsbereich

Diese ATGB gelten für das Rechtsverhältnis, das durch die Bestellung und/oder den Erwerb von Eintrittskarten für Veranstaltungen („Tickets“) der Olympiapark München GmbH, Spiridon-Louis-Ring 21, 80809 München („Veranstalter“) bei dem Veranstalter oder der Ticketmaster GmbH („autorisierter Drittanbieter“) begründet wird, insbesondere für den Besuch von Veranstaltungen wie z.B. European Championships Munich 2022, wenn diese vom Veranstalter zumindest mitveranstaltet werden („Veranstaltungen“), sowie den Zutritt und Aufenthalt im Olympiastadion München und/oder den sonstigen offiziellen Wettkampfstätten der Veranstaltungen („Veranstaltungsgelände“), es sei denn, für die entsprechende Veranstaltung oder das Veranstaltungsgelände gelten gesonderte Allgemeine Geschäftsbedingungen („AGB“). 

 

2. Bestellung und Leistungsgegenstand

2.1 Bezugswege: Tickets für Veranstaltungen des Veranstalters sind grundsätzlich nur beim Veranstalter oder bei dem autorisierten Drittanbieter zu beziehen. Zweitmarktplattformen wie viagogo, Global Ticket, StubHub etc. sind ausdrücklich keine autorisierten Drittanbieter bzw. angeschlossene Verkaufsstellen des Drittanbieters und können keine gültigen Tickets anbieten. Ergänzend zu diesen ATGB können gegenüber dem autorisierten Drittanbieter dessen Allgemeine Geschäftsbedingungen für den Vorverkauf über www.ticketmaster.com sowie www.munich2022.com und dessen angeschlossenen Verkaufsstellen gelten („Drittanbieter AGB“). Im Verhältnis zwischen dem Kunden und dem Veranstalter gelten nur die vorliegenden ATGB und haben Vorrang vor den Drittanbieter AGB, sofern sie im Erwerbsvorgang oder spätestens bei Zutritt zum Veranstaltungsgelände ordnungsgemäß einbezogen worden sind.

 

2.2 Bestellung: Im Fall einer Online-Bestellung eines Tickets unter www.munich2022.com sowie www.ticketmaster.com gibt der Kunde mit dem dafür vorgesehenen Online-Befehl ein verbindliches Angebot auf Vertragsabschluss mit dem Veranstalter ab. Der Eingang des Angebotes wird dem Kunden bestätigt. Diese Bestätigung stellt noch keine Annahme dar, sondern steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der bestellten Tickets und der Berücksichtigung besonderer Umstände (z.B. Hygiene-, Sicherheitsaspekte). Erst mit (ggf. elektronischem) Versand bzw. Hinterlegung der Tickets kommt der Vertrag zwischen Veranstalter und dem Kunden auf Grundlage dieser ATGB zustande. Im Fall einer Bestellung vor Ort oder bei telefonischer Bestellung kommt der Vertragsschluss mit Übergabe oder Versand der Tickets zustande.

 

2.3 Preise und Zahlungsweise: Die Höhe des Ticketpreises richtet sich nach der jeweils zum Zeitpunkt der Bestellung gültigen Preisliste des Veranstalters Tickets unter www.munich2022.com sowie www.ticketmaster.com. Bestellungen von Tickets werden nur mit den akzeptierten Zahlungsmethoden (z.B. „KLARNA Sofort“ Sofortüberweisung, Kauf auf Rechnung durch „KLARNA“PayPal, Kreditkarte) bearbeitet. Zuzüglich zum Ticketpreis kann der Veranstalter dem Käufer im Fall eines Ticketversands die Versandkosten und/oder für Leistungen, die im Interesse des Käufers sind, eine angemessene Servicegebühr (z.B. Vorverkaufsgebühr) in Rechnung stellen.

 

Sollte die Zahlung aus vom Kunden zu vertretenden Gründen nicht erfolgreich durchgeführt werden (z.B. keine ausreichende Kreditkarten- oder Kontodeckung, Rückbuchung), ist der Veranstalter berechtigt, die Bestellung ersatzlos zu streichen bzw. die entsprechenden Tickets zu sperren; diese verlieren ihre Gültigkeit. Entstandene Mehrkosten sind vom Kunden zu erstatten. Die Geltendmachung von weitergehenden Schadensersatzansprüchen bleibt vorbehalten.

 

2.4 Versand und Hinterlegung von Tickets: Auf Wunsch des Kunden werden die Tickets auf dessen Kosten versandt. Für den Versand wird eine Bearbeitungsgebühr, die im Einzelfall vertraglich festgelegt wird, erhoben. Der Download oder der elektronische Versand von Tickets als print@home/mobile Tickets stellt keinen Versand dar, weshalb hier keine Versandkosten anfallen. Bei kurzfristiger Bestellung ist in Einzelfällen eine Vereinbarung über die Hinterlegung der Tickets zur Abholung beim Veranstalter möglich. Der Veranstalter kann für die Hinterlegung des Tickets eine angemessene Hinterlegungsgebühr verlangen. Die Abholung der Tickets ist nur durch den Kunden oder einen vom Kunden schriftlich bevollmächtigten Dritten unter Vorlage eines amtlichen Ausweises oder eines sonstigen amtlichen zur Identifikation geeigneten Dokuments möglich.

 

2.5 Reklamation von Tickets: Tickets, die erkennbar fehlerhaft sind, müssen unverzüglich, in der Regel innerhalb von fünf (5) Werktagen nach Erhalt des Tickets, und vor Beginn der Veranstaltung reklamiert werden. Bei Ticketerwerb bzw. Bestellung im Vorverkauf bei dem autorisierten Drittanbieter, muss die Reklamation gegenüber dem autorisierten Drittanbieter erfolgen. Der Fehler ist anzugeben und das Ticket zurückzugeben. Anderenfalls entfallen nach Veranstaltungsbeginn alle Ansprüche auf Rücknahme oder Ersatzticket für die betreffende Veranstaltung. Die Regelungen zur Reklamation gelten ausdrücklich nicht für auf dem Versandweg abhanden gekommene oder für die Zusendung nicht bestellter Tickets sowie nicht für Fälle, in denen der Reklamationsgrund nachweislich auf ein Verschulden seitens des Veranstalters zurückzuführen ist.

 

3. Widerruf, Rücknahme, Defekt, Abhandenkommen

3.1 Kein Widerrufs- und Rücknahmerecht: Auch wenn der Veranstalter oder der autorisierte Drittanbieter Tickets über Fernkommunikationsmittel im Sinne des § 312c Abs. 2 BGB anbietet und damit gemäß § 312c Abs. 1 BGB ein Fernabsatzvertrag vorliegen kann, besteht gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB kein zweiwöchiges Widerrufs- und Rückgaberecht des Kunden beim Kauf eines Tickets. Bestellungen sind deshalb verbindlich und endgültig, sie können nachträglich weder geändert noch zurückgenommen werden.

 

3.2 Umtausch und Rücknahme: Umtausch und Rücknahme von Tickets sind grundsätzlich ausgeschlossen. Eine Rücknahme von Tickets oder die Erstattung von Ticketpreisen erfolgt im Einzelfall nur aus Kulanz und liegt in der freien Entscheidung des Veranstalters, im Vorverkauf des autorisierten Drittanbieters.

 

3.3 Defekt print@home/mobile-Ticket: Im Fall eines technischen Defekts eines print@home/mobile-Tickets sperrt der Veranstalter das betroffene Ticket unmittelbar nach Anzeige des Defekts und stellt bei nachgewiesener Legitimation des Kunden ein neues Ticket aus. Dies gilt ausdrücklich nicht für technische Defekte, die eindeutig dem Kunden zuzuordnen sind (z.B. Defekt des Mobiltelefons, nicht lesbarer Ausdruck etc.).

 

3.4 Abhandenkommen des Tickets: Abhanden gekommene oder zerstörte Tickets können aus Sicherheitsgründen grundsätzlich nicht ersetzt werden. Ein Ersatz abhanden gekommener oder zerstörter Tickets erfolgt im Einzelfall nur aus Kulanz und liegt in der freien Entscheidung des Veranstalters bzw. im Vorverkauf des autorisierten Drittanbieters.

 

4. Weitergabe von Tickets

4.1 Unzulässige Weitergabe: Der Verkauf von Tickets erfolgt ausschließlich zur privaten Nutzung. Der Erwerb des Tickets zum gewerblichen oder kommerziellen Weiterverkauf ist untersagt und bleibt allein dem Veranstalter und/oder dem autorisierten Drittanbieter vorbehalten. Dem Ticketinhaber ist es insbesondere nicht gestattet,

  • das Ticket gewerblich zu veräußern,
  • Tickets für sonstige kommerzielle Zwecke, wie unter anderem zur Vermarktung, Werbung, als Gewinn in einem Wettbewerb oder Preisausschreiben oder als Teil eines Reisepakets, zu verwenden,
  • das Ticket öffentlich, insbesondere in Auktionen, auch im Internet (z.B. bei Ebay, Ebay-Kleinanzeigen, Facebook) und/oder bei nicht vom Veranstalter autorisierten Verkaufsplattformen (z.B. viagogo, seatwave, StubHub etc.), zum Kauf anzubieten und/oder zu veräußern,
  • Tickets regelmäßig und/oder in einer größeren Anzahl weiterzugeben;
  • Tickets an gewerbliche und kommerzielle Wiederverkäufer und/oder Tickethändler bzw. Ticketplattformen zu veräußern oder weiterzugeben,
  • das Ticket zu einem höheren Preis als dem bezahlten Preis zuzüglich anteiliger Transaktionskosten (Versandkosten, Vorverkaufsgebühr, Systemkosten) weiterzugeben (ein Preisaufschlag von bis zu 10 % zum Ausgleich entstandener Transaktionskosten ist zulässig).

 

4.2 Zulässige Weitergabe: Eine private Weitergabe eines Tickets aus nicht kommerziellen Gründen, insbesondere in Einzelfällen bei Krankheit oder anderweitiger Verhinderung des Kunden, ist zulässig, wenn kein Fall der unzulässigen Weitergabe im Sinne der Ziffer 4.1 vorliegt und der Kunde den neuen Inhaber (1) auf die Geltung und den Inhalt dieser ATGB ausdrücklich hinweist, (2) der neue Inhaber mit der Geltung dieser ATGB zwischen ihm und dem Veranstalter einverstanden ist und (3) dem Veranstalter unter Nennung des neuen Inhabers rechtzeitig über die Weitergabe des Tickets informiert wird oder der Veranstalter die Weitergabe an den neuen Inhaber konkludent als zulässig erklärt hat. Im Falle des Ticketerwerbs beim autorisierten Drittanbieter gelten die Ziffern (1) und (2) zusätzlich im Hinblick auf die Drittanbieter AGB.

 

4.3 Weitergabe ermäßigter Tickets: Für die zulässige Weitergabe von ermäßigten Tickets die Regelungen in Ziffer 4.2 mit der zusätzlichen Maßgabe, dass eine Weitergabe nur möglich ist, wenn der neue Inhaber die Ermäßigungsvoraussetzungen ebenfalls erfüllt, es sei denn der neue Inhaber zahlt vor Zutritt zum Veranstaltungsgelände an den Veranstalter als Aufpreis die Differenz zwischen dem ermäßigten und dem Normalpreis („Aufwertung“). Für die Aufwertung eines Tickets kann der Veranstalter eine angemessene Bearbeitungsgebühr erheben.

 

4.4 Maßnahmen bei unzulässiger Weitergabe: Veräußert oder nutzt ein Ticketinhaber ein Ticket gemäß Ziffer 4.1 in unstatthafter Weise, kann der Veranstalter

 

a)   Tickets, die vor Übergabe bzw. Versand an den Kunden entgegen den Regelungen in Ziffer 4.1 verwendet wurden, nicht an den Kunden liefern,

b)   das Ticket sowie weitere von dem Ticketinhaber erworbene Tickets, sperren, und dem Ticketinhaber den Zutritt zu der Veranstaltung entschädigungslos verweigern sowie nach erfolgtem Zutritt vom Veranstaltungsgelände verweisen.

c)   Im Fall eines solchen Verstoßes gegen diese ATGB kann der Veranstalter die Zahlung einer angemessenen Vertragsstrafe in Höhe von bis zu € 3.000,00 verlangen. Die genaue Höhe der Vertragsstrafe wird vom Veranstalter im Einzelfall nach billigem Ermessen festgelegt und ist im Streitfall gerichtlich auf ihre Angemessenheit zu überprüfen. Art und Grad des Verschuldens (Vorsatz oder Fahrlässigkeit), Erfolge des Erwerbers hinsichtlich einer Wiedergutmachung etc. werden berücksichtigt. Weitergehende Ansprüche, auch Schadenersatzansprüche, bleiben hiervon unberührt.

 

5. Verlegung, Absage, Abbruch

5.1 Freiluftveranstaltungen: Der Kunde erkennt an, dass die Veranstaltungen größtenteils Freiluftveranstaltungen sind, sodass Beginn und Durchführung der Veranstaltung auch von den Wetterbedingungen abhängig sind und jeweils von der Witterung beeinflusst werden können. Darüber hinaus entscheidet bei Sportveranstaltungen über Startfreigabe, Unterbrechungen, Verschiebungen oder Absage ausnahmslos die sportliche Leitung des austragenden Sportverbandes, unter anderem anhand der Kriterien der Gewährleistung der Sicherheit der Athleten und der Zuschauer; hierauf hat der Veranstalter keinen Einfluss. Der Veranstalter ist dahingehend berechtigt, für den Fall unvorhergesehener bzw. außerhalb seines Verantwortungsbereich liegender Ereignisse, die eine Durchführung der Veranstaltung unmöglich machen, die jeweilige Veranstaltung abzusagen, zu verschieben oder ggf. abzubrechen. Der Kunde ist daher verpflichtet, sich vor Anreise in den üblichen Medien über Wetterverhältnisse sowie auf www.munich2022.com über den jeweiligen Veranstaltungsbeginn, mögliche zeitliche Verschiebungen, Absagen und geltende Schutz- und Hygienevorschriften zu informieren. Im Übrigen gelten die nachfolgenden Regelungen.

 

5.2 Verlegung der Veranstaltung: Bei einer zeitlichen oder örtlichen Verlegung einer Veranstaltung behalten die Tickets ihre Gültigkeit. In diesem Fall kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten. Der Rücktritt ist in Textform (E-Mail ausreichend) an den Veranstalter zu erklären. Der Kunde erhält gegen Vorlage der entsprechenden Tickets den entrichteten Ticketpreis erstattet.

 

5.3 Abbruch der Veranstaltung: Bei Abbruch einer Veranstaltung erfolgt keine Erstattung des Ticketpreises, es sei denn, der Veranstalter hat den Abbruch zu vertreten.

 

5.4 Absage: Wird eine Veranstaltung abgesagt, so erhält der Kunde gegen Vorlage des entsprechenden Tickets den entrichteten Ticketpreis erstattet.

 

5.5. Zuschauerausschluss: Bei einer Veranstaltung, die nach Maßgabe eines zuständigen Verbandes oder einer zuständigen Behörde ganz (oder zum Teil, falls das Ticket des Kunden vom Teilausschluss betroffen ist) unter Ausschluss von Zuschauern stattfinden muss, sind sowohl der Veranstalter als auch der betroffene Kunde berechtigt, vom Vertrag über den Ticketerwerb für die betroffene Veranstaltung zurückzutreten. Der Rücktritt durch den betroffenen Kunden ist in Textform (E-Mail ausreichend), per Telefax oder schriftlich auf dem Postweg zu erklären. Die betroffenen Kunden erhalten gegen Vorlage bzw. Übersendung der Original-Tickets auf eigene Rechnung den entrichteten Preis inklusive der ticketbezogenen Preisbestandteile wie System-, Vorverkaufs-, Hospitality- und MVV-Gebühren, jedoch abzüglich sonstiger angefallener Gebühren wie Versand- oder sonstige Service-Kosten erstattet oder einen Gutschein im Wert des entsprechenden Preises zur Einlösung im Rahmen eines künftigen Ticketerwerbs übermittelt.

 

6. Zutritt zu dem Veranstaltungsgelände

6.1 Zutrittsrecht: Der Zutritt zum Veranstaltungsgelände ist nur mit einem gültigen Ticket erlaubt. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, Tickets zu personalisieren. In diesem Fall erhält nur die auf dem Ticket angegebene oder über sonstige Identifizierungsmerkmale (QR-Code etc.) identifizierbare Person oder die Person, die das Ticket im Rahmen einer zulässigen Weitergabe nach Ziffer 4.2 unter Einbeziehung dieser ATGB erworben hat, Zutritt zur Veranstaltung, sofern ein gültiges Personaldokument vorgezeigt werden kann. Wird ein Personaldokument nicht mitgeführt bzw. ist es nicht gültig, kann der Zutritt verweigert werden. Der Zutritt zum Veranstaltungsgelände kann im Fall von print@home/mobile-Tickets zudem verweigert werden, wenn technische Versäumnisse, die eindeutig dem Kunden zuzuordnen sind (z.B. Defekt des Mobiltelefons, nicht lesbarer Ausdruck etc.), dazu führen, dass eine elektronischen Zutrittskontrolle nicht möglich ist. Der zurückgewiesene Kunde hat keinen Anspruch auf Schadensersatz. Das Ticket ist auch auf dem Veranstaltungsgelände jederzeit dem Betreiber der Anlage, dem Veranstalter oder einem von ihnen Beauftragten auf Verlangen zusammen mit den Ausweisen vorzulegen. Das Ticket berechtigt den Kunden nur zum Zutritt in entsprechend freigegebene Bereiche.

 

6.2 Besondere Zutrittsbedingungen / Pandemiebekämpfung: Sollten aus wichtigem Grund, z.B. aufgrund vorgegebener Schutzmaßnahmen im Rahmen der Pandemiebekämpfung oder im Rahmen eines Teilausschlusses von Zuschauern aufgrund behördlicher Weisung bestimmte Anforderungen zu erfüllen sein und/oder Nachweise für den Erwerb von Tickets und/oder den Zutritt zum Veranstaltungsgelände verlangt werden (z.B. Impfnachweis, Testnachweis und/oder Genesenennachweis; Maskenpflicht), ist der Veranstalter im Rahmen der datenschutzrechtlichen Vorgaben berechtigt und verpflichtet, sich diese Nachweise vom Kunden im Sinne einer Zutrittsvoraussetzung (spätestens unmittelbar vor Zutritt zum oder Aufenthalt auf dem Veranstaltungsgelände) vorlegen zu lassen und die Einhaltung vorgegebener Anforderungen zu überprüfen. Kann der Kunde die entsprechenden Anforderungen nicht erfüllen, kann der Veranstalter den Erwerb von Tickets und/oder den Zutritt zum Veranstaltungsgelände verweigern bzw. den Kunden aus dem Veranstaltungsgelände verweisen. Ist der Erwerb von Tickets bereits erfolgt, können der Kunde und der Veranstalter in diesem Fall vom Vertrag über den Ticketerwerb für die betroffene Veranstaltung zurückzutreten. Der Kunde erhält gegen Vorlage bzw. Übersendung der Original-Tickets auf eigene Rechnung den entrichteten Preis abzüglich angefallener Gebühren erstattet.

 

Erfordern die Maßnahmen eine Erfassung oder Verarbeitung besonders schützenswerter personenbezogener Daten (Gesundheitsdaten), wird eine entsprechende Datenschutz-information auf www.munich2022.com sowie www.ticketmaster.com bereitgestellt.

 

Der Kunde erkennt überdies an, dass der Veranstalter aus wichtigem Grund, z.B. aufgrund vorgegebener Schutzmaßnahmen im Rahmen der Pandemiebekämpfung und zwecks Vermeidung von größeren Menschenansammlungen, berechtigt ist, für bestimmte Ticketinhaber bestimmte Zutrittszeitfenster einzurichten. Der jeweilige Ticketinhaber ist in diesem Fall verpflichtet, die entsprechenden Vorgaben einzuhalten. Im Falle der vorsätzlichen oder fahrlässigen Nicht-Einhaltung kann dem Ticketinhaber außerhalb des angegebenen Zeitfensters entschädigungslos der Zutritt zum Veranstaltungsgelände verweigert werden.

 

Weiterhin erkennt der Kunde an, dass aus wichtigem Grund, z.B. aufgrund vorgegebener Schutzmaßnahmen im Rahmen der Pandemiebekämpfung, insbesondere aufgrund behördlicher und/oder Weisungen bzw. Anordnungen des zuständigen Verbandes (z.B. Schutz- und Hygienekonzepte), im Zusammenhang mit dem Erwerb von Tickets, dem Zutritt zum und dem Aufenthalt auf dem Veranstaltungsgelände zusätzliche Regelungen, Bestimmungen und Anforderungen Geltung erlangen können. Diese werden dem Kunden dann rechtzeitig zur Verfügung gestellt und sind vom Kunden ab Bekanntgabe zwingend zu beachten. Beispielsweise kann es erforderlich werden, dass der Kunde, z.B. zwecks Verfolgung von Infektionsketten im Rahmen vorgegebener Schutzmaßnahmen der Pandemiebekämpfung, aufgefordert wird, weitere Daten zu seiner Person und/oder seinen BegleiterInnen (vgl. zur zulässigen Weitergabe Ziffer 4.2) an den Veranstalter im Einklang mit den jeweils geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu übermitteln. Ebenso kann es erforderlich werden, dass Kunden, z.B. zwecks Einhaltung von Abstandsregeln im Rahmen vorgegebener Schutzmaßnahmen der Pandemiebekämpfung, aufgefordert werden, einen anderen Platz auf dem Veranstaltungsgelände einzunehmen oder gewissen Informations- oder Meldepflichten unterliegen. Den Weisungen und Regelungen ist entsprechend Folge zu leisten. Sofern der Kunde mit diesen Weisungen und Regelungen nicht einverstanden ist, kann er – sofern der Erwerb von Tickets bereits erfolgt ist – vom Vertrag für die betroffene Veranstaltung zurückzutreten. Der Kunde erhält dann gegen Vorlage bzw. Übersendung der Original-Tickets auf eigene Rechnung den entrichteten Preis abzüglich angefallener Gebühren erstattet.

 

6.3 Ermäßigte Tickets: Bei ermäßigten Tickets ist ein zur entsprechenden Ermäßigung berechtigender Ausweis mitzuführen und vorzulegen. Wird er nicht mitgeführt bzw. ist er nicht gültig, kann der Zutritt verweigert werden; der zurückgewiesene Kunde hat keinen Anspruch auf Schadensersatz.

 

6.4 „Re-Entry“: Der Veranstalter erfüllt die ihm obliegenden Pflichten hinsichtlich des Zutrittsrechts des Kunden, indem er diesem einmalig Zutritt zu der/den Veranstaltung(en) gewährt. Grundsätzlich verlieren jedoch Tickets beim Verlassen von Veranstaltungsörtlich-keiten ihre Gültigkeit. Ein „Re-Entry“ ist jedoch möglich, wenn diese beim Verlassen durch Servicepersonal des Veranstalters gescannt werden. Beim Wiedereinlass gelten weiterhin die jeweiligen Einlassbestimmungen und es erfolgt unter anderem erneut eine Sicherheits-, Personen- und Taschenkontrolle. 

 

6.5 Zutritt von Kindern und Jugendlichen: Jedes Kind bzw. Jugendliche benötigt für den Zutritt zum Veranstaltungsgelände ein eigenes Ticket. Kindern bis zu einem Alter von einschließlich drei Jahren, die keinen eigenen Sitzplatz auf dem Veranstaltungsgelände in Anspruch nehmen, wird ebenfalls ein eigenes Ticket ausgestellt („Schoßtickets“). Ein Schoßticket begründet keinen Ansprüch auf einen Sitzplatz. Schoßtickets können nur zusammen mit mindestens einem Ticket für Erwachsene erworben werden. Kinder im Besitz eines Schoßtickets erhalten nur in Begleitung eines volljährigen aufsichtspflichtigen Erwachsenen mit gültigem Ticket Zutritt zum Veranstaltungsgelände. Der Zutritt von Kindern und Jugendlichen unterliegt den gesetzlichen Vorschriften zum Jugendschutz. Der Besuch der Sportwettkämpfe und der Kulturveranstaltungen ist Kindern ab 8 Jahren bis 22.00 Uhr gestattet; in Begleitung eines Erziehungs- bzw. Personenberechtigten haben auch Kinder unter 8 Jahren und nach 22.00 Uhr Zutritt. Kinder ab 14 Jahren, die nicht von einem Erziehungs- bzw. Personenberechtigten begleitet werden, müssen sich mit einem geeigneten offiziellen Ausweisdokument legitimieren können. Bei allen anderen Veranstaltungen, insbesondere bei Rock- und Popkonzerten, haben Kinder unter 8 Jahren keinen Zutritt und Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren nur Zutritt in Begleitung eines Erziehungs- bzw. Personenberechtigten. Anderslautende Regelungen können sich gegebenenfalls aus Auflagenbescheiden des Kreisverwaltungsrates ergeben. Diese gehen den vorstehenden Regelungen vor.

 

7. Verhalten auf dem Veranstaltungsgelände

7.1 Hausordnung: Mit Zutritt zum Veranstaltungsgelände verpflichtet sich der Kunde, die jeweilis dort ausgehängten und jederzeit unter www.munich2022.com/de/hausordnung einsehbaren Haus- und Benutzungsordnungen sowie die für den Olympiapark geltende Olympiapark-Verordnung und die Freianlagen-Ordnung zu beachten. Diese gelten mit Zutritt zum Veranstaltungsgelände unabhängig von der Wirksamkeit dieser ATGB.

Auf dem Veranstaltungsgelände ist den Anweisungen des Betreibers der Anlage, des Veranstalters und des Ordnungsdienstes zur Umsetzung des Hausrechts Folge zu leisten.

 

7.2 Ungebührliches Verhalten: Ein Verstoß gegen die oben genannten Haus- und/oder Benutzungsordnungen und/oder gegen die nachfolgend aufgeführten Verhaltensre-gelungen kann zur entschädigungslosen Einziehung oder Sperrung des Tickets, zum Verlust der Zutrittsberechtigung bzw. zum Verweis von dem Veranstaltungsgelände führen.

Personen, die alkoholisiert sind, unter Drogeneinfluss stehen, sich vermummen, sich gewalttätig oder gegen die öffentliche Ordnung verhalten oder die die Besorgnis eines solchen Verhaltens erwecken, ist die Anwesenheit auf dem Veranstaltungsgelände untersagt.

 

Weiterhin ist es insbesondere verboten, die u.a. nachfolgenden Gegenstände mitzuführen:

  • Waffen jeder Art sowie Gegenstände, die als Waffe oder als Wurfgegenstände eingesetzt werden können 
  • Gassprühflaschen, ätzende oder färbende Substanzen oder Druckbehälter für leicht entzündliche oder gesundheitsschädigende Gase; ausgenommen sind handelsübliche Taschenfeuerzeuge 
  • Glasbehälter und -flaschen, Dosen oder sonstige Gegenstände, die aus Glas oder einem anderen zerbrechlichen, splitternden oder besonders harten Material hergestellt sind und wegen ihrer Beschaffenheit zu Verletzungen führen können 
  • pyrotechnisches Material wie Feuerwerkskörper, bengalische Feuer, Rauchbomben, Rauchpulver, Leuchtkugeln, Wunderkerzen etc.  
  • Feuergefährliche Gegenstände, Stangen, Stöcke (ausgenommen für Gehbehinderte; ggf. unter Vorlage eines Behindertenausweises) etc.  
  • Laserpointer 
  • sperrige Gegenstände wie z.B. Leitern, Hocker, (Klapp-)Stühle, Kisten, Reisekoffer 
  • Taschen und Rucksäcke mit mehr als 5 Litern Inhalt. Der Ordnungsdienst kann Taschen- und Rucksackkontrollen nach eigenem Ermessen vornehmen. 
  • Die Mitnahme von Kinderwägen ist nicht gestattet in Bereichen von Veran-staltungsstätten, die nur mit Tickets betreten werden dürfen, ebenso auf jeglichen Tribünen sowie in Räumlichkeiten. Auf Freiflächen und denen der Kulturveran-staltungen können Kinderwägen mit der Einschränkung benutzt werden, dass sie für andere Besucher kein Gefahrenpotential oder kein sonst nicht unbedeutendes Hindernis darstellen. 
  • Fahnen- oder Transparentstangen, die nicht aus Holz oder die länger als 1 m sind oder deren Durchmesser größer als 3 cm ist. Mitgebrachte bzw. zugelassene Fahnen und Transparente müssen von ihrem Material der Kategorie „schwer entflammbar“ entsprechen  
  • großflächige Spruchbänder (größer 1,0 m2), größere Mengen von Papier, Tapetenrollen, große Mengen Konfetti etc.  
  • Schriften, Plakate, Embleme und andere Gegenstände (auch Kleidungsstücke), die unzulässiger Meinungskundgebung dienen (z.B. rassistisches, fremdenfeindliches, rechts- oder linksradikales, antisemitisches, nationalsozialistisches oder politisches Propagandamaterial)  
  • Drogen im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG); auch deren Konsum ist untersagt 
  • Tiere jeglicher Art; ausgenommen sind Blinden- und Assistenzhunde in Abstimmung mit dem Betreiber/Veranstalter 
  • andere Besucher/Nutzer in unzumutbarer Weise beeinträchtigende sowie veranstaltungsstörende Lärminstrumente, z.B. Megafone, Presslufthupen 
  • Plastikkanister, Plastikflaschen oder Tetrapacks mit Getränken für den persönlichen Bedarf über einer maximalen Menge von 1 Liter pro Person 
  • Lebensmittel in einem Umfang, der bei objektiver Bewertung ganz offensichtlich einem unmittelbaren persönlichen Verzehr nicht angemessen ist. 

 

7.3 Aufnahme der Veranstaltung: Ticketinhabern bzw. Besuchern der Veranstaltung ist es nicht gestattet, Ton, Fotos, Videos, Beschreibungen oder Ergebnisse der Veranstaltung aufzunehmen und/oder zu übertragen, soweit dies zu öffentlichen oder kommerziellen Zwecken erfolgt; Aufnahmen zu rein privaten Zwecken sind erlaubt. In keinem Falle ist die Verbreitung und/oder Wiedergabe von Ton-, Foto-, Film- oder Videoaufnahmen der Veranstaltung oder Teilen der Veranstaltung über das Internet, das Radio, das Fernsehen, über Datenträger (z.B. DVDs, CD-Roms usw.) oder andere, auch zukünftig erst entstehende Medien oder die Unterstützung von Dritten bei solchen Aktivitäten gestattet.

 

7.4 Aufnahme der Ticketinhaber: In den Veranstaltungsstätten sind teilweise Webcams und aus Sicherheitsgründen Videokameras installiert. Die Besucher der Anlagen willigen unwiderruflich darin ein, dass der Veranstalter ohne Zahlung einer Vergütung berechtigt ist, Bild- und Tonaufnahmen der Nutzer/Besucher zu erstellen oder durch Dritte erstellen zu lassen und diese zu verwenden, zu vervielfältigen, zu senden, in jeglichen audiovisuellen Medien zu nutzen oder dies von Dritten durchführen zu lassen. § 23 Absatz 2 Kunst-urhebergesetz (Kunst-UrhG) bleibt davon unberührt.  

8. Haftung

Der Aufenthalt am und auf dem Veranstaltungsgelände erfolgt auf eigene Gefahr. Der Veranstalter haftet nicht für Schäden, die durch eigenes leicht fahrlässiges Verhalten oder das seiner Erfüllungs- oder Verrichtungsgehilfen verursacht wurden, es sei denn, es handelt sich um die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten oder um Schäden an Leben, Körper und Gesundheit; entsprechendes gilt für Vorliegen/Auftreten von Mängeln der Mietsache bzw. das Versagen technischer Anlagen sowie für Betriebsstörungen oder sonstige, die Veranstaltung beeinträchtigende Ereignisse.

Sofern eine Haftung des Veranstalters bei leichter Fahrlässigkeit oder bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht gegeben ist, ist diese der Höhe nach begrenzt auf den nach Art der Vereinbarung vorhersehbaren, vertragstypischen, unmittelbaren Durchschnitts-schaden; diese Haftungsbegrenzung gilt wiederum nicht bei schuldhaft zu vertretender Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit von Personen.

 

9. Kontaktadresse

Rückfragen und sämtliche Angelegenheiten in Bezug auf Tickets des Veranstalters können über die folgenden Kontaktmöglichkeiten an den Veranstalter gerichtet werden:

Tel.: 01806-999000-822; E-Mail: tickets@munich2022.com.

 

10. Datenschutz

Personenbezogene Daten werden gemäß DSGVO und der aktuellen Datenschutzerklärung des Veranstalters, abrufbar unter https://www.munich2022.com/de/datenschutz erhoben, verarbeitet und sonst genutzt. Dazu zählt auch der Versand veranstaltungsbezogener Informationen.

 

11. Ergänzungen und Änderungen

Der Veranstalter ist bei einer Veränderung der Marktverhältnisse und/oder der Gesetzeslage und/oder der höchstrichterlichen Rechtsprechung auch bei bestehenden Schuldverhältnissen berechtigt, diese ATGB mit einer Frist von vier (4) Wochen im Voraus zu ergänzen und/oder zu ändern, sofern dies für den Kunden zumutbar ist. Die jeweiligen Änderungen werden dem Kunden schriftlich oder – wenn der Kunde sich mit dieser Form der Korrespondenz einverstanden erklärt hat – per E-Mail bekannt gegeben. Die Ergänzungen bzw. Änderungen gelten als genehmigt, wenn der Kunde nicht innerhalb einer Frist von vier (4) Wochen nach Zugang der Änderungen und/oder Ergänzungen diesen schriftlich oder per E-Mail gegenüber dem Veranstalter widersprochen hat, vorausgesetzt der Veranstalter hat auf diese Genehmigungsfiktion in der Änderungskündigung ausdrücklich hingewiesen.

 

12. Allgemeine Bestimmungen

12.1 Erfüllungsort und anwendbares Recht: Für alle Leistungen ist München alleiniger Erfüllungsort. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (CISG).

 

12.2 Salvatorische Klausel: Sollte eine Bestimmung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen dadurch nicht berührt. Sollte eine Klausel teilweise unwirksam sein, berührt dies die übrigen Teile der Klausel nicht, solange der unwirksame Teil der Klausel gestrichen werden kann, ohne dass der Sinn des anderen Teils damit verloren ginge.

 

12.3 Gerichtsstandsvereinbarung: Für alle Streitigkeiten mit Kaufleuten, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen, die Bestellungen aufgrund dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen einschließlich der Durchführung der Veranstaltung betreffen, ist das LG München I zuständig. Das Gleiche gilt bei grenzüberschreitenden Verträgen, einem fehlenden allgemeinen Gerichtsstand im Inland oder der Unbekanntheit des Wohnsitzes bzw. gewöhnlichen Aufenthaltsortes im Zeitpunkt der Klageerhebung.

 

12.4 Schlichtungsverfahren bei Verbraucherverträgen: Zur Beilegung von Streitigkeiten, die Verbraucherverträge betreffen, besteht die Möglichkeit, ein Schlichtungsverfahren bei der Allgemeinen Verbraucherschlichtungsstelle des Zentrums für Schlichtung e.V., Straßburger Straße 8, 77694 Kehl am Rhein, Tel. 07851-7957940, Fax 07851-7957941, Internet: www.verbraucher-schlichter.de, E-Mail: mail@verbraucher-schlichter.de, durch-zuführen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich zunächst schriftlich an uns gewandt haben und keine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden wurde.



Stand: September 2021

[1] Vorab wird darauf hingewiesen, dass zur besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet wird. Eine Benachteiligung i.S.v. § 1 AGG, gleich welcher Art, ist damit nicht intendiert.